agrarVISION nimmt Arbeit auf!
Wie Sie der Konzeption von agrarVISION entnehmen können, werden wir uns mit dem Zeitgeschehen rund um die Landwirtschaft beschäftigen und versuchen, Denkansätze für die Zukunft zu geben.
In diesem Zusammenhang haben wir versprochen, dass wir SELBSTERKLÄRUNGEN für Landwirte zum Download bereitstellen werden. Sie stehen Landwirten zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung. Drucken Sie sie aus, machen Sie einen Aushang oder veröffentlichen Sie sie auf Ihrer betrieblichen Webseite, sofern Sie alle Inhalte bestätigen können.
Im Downloadbereich finden Sie die erste SELBSTERKLÄRUNG für NUTZTIERHALTER, die noch sehr einfach und allgemein gehalten ist – aber leider (noch) nicht von allen landwirtschaftlichen Nutztierhaltern unterschrieben werden kann. Eigentlich müsste es bereits jetzt ALLEN Rinderhaltern möglich sein, diese Erklärung abzugeben. Es werden weitere, spezifiziertere Erklärungen in der nächsten Zeit für Sie bereitgestellt werden.
Im Nachfolgenden erhalten Sie Erläuterungen zu dieser ersten SELBSTERKLÄRUNG:
Die Haltung von Nutztieren erfährt zunehmend gesellschaftliche Kritik. Daher wendet sich die erste Selbsterklärung an Nutztierhalter.
Durch agrarVISION wird absichtlich das Modell der SELBSTERKLÄRUNG gewählt. Landwirten soll die Gelegenheit gegeben werden, sich verbindlich dazu zu äußern, was sie für richtig halten und für welche Werte sie einstehen. Landwirte schaffen Werte: sie produzieren z.B. hochwertige Nahrungsmittel, erhalten Kulturlandschaften und sind ein sehr bedeutender Teil der Gesellschaft und des gesellschaftlichen Lebens.
Es gibt Gesetze, die für uns alle verbindlich sind. Mit der Beachtung des Tierschutzgesetzes bekennen sich Landwirte zu ethischen Grundlagen, die oft aus verschiedenen Zwängen heraus in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund geraten sind.
Daher auch der Hinweis zum Umgang mit Tieren und zur Verantwortung von Landwirten für ihre Tiere in besonderen Situationen. Leider wird bei den meisten Betrachtungen und Empfehlungen zum Agrarbereich der in der Landwirtschaft tätige Mensch vergessen. Eine tierwohlgerechte Haltung ist nicht allein vom Stall abhängig, nicht von der Wirtschaftsweise (bio oder konventionell) und schon gar nicht von der Betriebsgröße. Das menschliche Handeln ist die Ursache für Unterschiede zwischen den Betrieben.
Das Bekenntnis zur Tierzucht soll nicht nur Landwirte zum bewussten und kritischen Handeln ermahnen. Es soll auch Zuchtorganisationen zu sinnvollem Agieren anregen.
Vielen Nahrungsmitteln wird heute die Freiheit von genetisch veränderten Organismen (gvO) bescheinigt. Hierzu gibt es ein mittlerweile nicht mehr notwendiges Kontrollsystem, da z.B. im Bereich der Milchproduktion in Deutschland fast ausschließlich eine gvO-freie Fütterung praktiziert wird. agrarVISION möchte die Beendigung von nicht notwendigen Kontrollen auf den Höfen einleiten.
Es gibt eine Düngeverordnung, die ständig seitens des Gesetzgebers novelliert und von vielen Landwirten kritisiert wird. Besonders im Fokus stehen Wirtschaftsdünger aus der Tierhaltung. „DIE“ Landwirtschaft mit ihrer „Massentierhaltung“ wird oft als alleiniger Verursacher für überhöhte Nitratwerte in Grundwasserspeichern ausgemacht. Kehren wir doch ganz einfach zu einer flächengebundenen Tierhaltung mit Kreislaufwirtschaft zurück.
Ihre agrarVISION
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